

Eine Strategie ist ein auf bestimmte Zeit ausgerichtetes Anstreben einer gewünschten Lage oder eines definierten Zieles. Leider gibt es in vielen Unternehmen keine schrift-lich fixierten Strategien. Meist sind diese nur der Unternehmensleitung bekannt, die Beschäftigten kennen unternehmensweite Strategien meist nicht.
Laut Kaplan/Norton ist jedoch gerade die Strategie der Ausgangspunkt für eine gute Balanced Scorecard. "Die Besten Balanced Scorecards spiegeln die Strategie einer Organisation wider.!"
Oft werden Ziele definiert, die nicht miteinander konform sind oder sich nur in unverhältnismäßigem Aufwand an Zeit und Geld realisieren lassen. Eine BSC, die ohne Strategie entwickelt wird, zeigt auch wenig Wirkung. Um diesem auszuweichen, ist es erforderlich, vorab beziehungsweise während der Erarbeitung einer BSC, sich Gedanken über eine Unternehmensstrategie zu machen.
In den Anfängen der BSC ging man zumeist so vor, dass man sich zuerst mit der Strategie und dann mit der BSC befasste. Dies ist in der heutigen Praxis nicht mehr der Fall, vielmehr ist man zu integrierten Ansätzen übergegangen. Das heißt, Parallelentwicklung der Strategie und der BSC. Strategien sind nicht statisch, sie müssen ständig überprüft und bei Bedarf überarbeitet werden. Dieses hat zur Folge, dass man zu Beginn der Einführung einer BSC kaum eine fertige sowie allgemein akzeptierte Strategie vorfinden wird.
Vielmehr ist es wichtig, ein gemeinsames Strategieverständnis zu erarbeiten, welches die Grundlage für die Ableitung der strategischen Ziele einer BSC darstellt. Die erfolgreiche Umsetzung der BSC hängt also u. a. von folgenden Faktoren ab:
Das Management eines Unternehmens bzw. einer Untereinheit muss in einem Top-Down-Prozess erarbeiten, wie Visionen und Strategien in strategische Ziele umgesetzt werden können.
Folglich müssen diese strategischen Ziele im Unternehmen bekannt sein. Es reicht jedoch nicht aus, nur die Ziele an die Mitarbeiter zu kommunizieren, diese müssen mit Maßnahmen zur Umsetzung verbunden sein, damit jeder Mitarbeiter in der Lage ist, sie auch umzusetzen.
Die Aufgabe der BSC ist unter anderem, Strategien in das tägliche Tun umzusetzen. Um dieses zu erreichen, ist es wichtig, wie die betroffenen Mitarbeiter an den dazu nötigen Prozessen beteiligt werden. In der Praxis gibt es viele Ausprägungen dieser Beteiligung. Sie geht von der festen Vorgabe strategischer Leitsätze durch den Vorgesetzten bis hin zum offenen Dialog über individuelle Ziele und deren Übertragung in eine von allen Beteiligten akzeptierte Strategie.
Nach der Formulierung der Strategie werden verschiedene Sichtweisen auf diese erarbeitet. Eines der Hauptziele der BSC, den Fokus der Betrachtung nicht nur "finanzorientiert" durchzuführen.
Eine nur "finanzorientierte" Sichtweise betrachtet nicht alle Faktoren, die zukünftig für das Unternehmen wertschöpfend sein können. Eine Betrachtung alleine nach Umsatz, Kosten und Gewinn wäre demnach falsch. Vielmehr muss die Betrachtung auf Prozessen und Ressourcen liegen, damit die Mobilisierung von Erfolgspotenzial eines Unternehmens möglich wird.
Bevor man sich an die Arbeit macht, eine BSC zu erstellen, sei gesagt, dass die BSC sämtliche Aktionen aus der Strategie ableitet. Aus diesem Grund muss man sich vorab die Frage stellen, wie das Unternehmen organisatorisch aufgestellt ist und wie weit die strategische Planung ausgeprägt ist, also in welcher Form eine Unternehmensstrategie vorhanden ist.
| Hinweis: Teile dieses Beitrags könnten unter Einsatz von KI-gestützten Tools erstellt oder überarbeitet worden sein. Weitere Informationen finden Sie im Impressum/Disclaimer. | Marken- und Bildrechte: Dargestellte Logos und genannten Marken liegen ausschließlich bei den jeweiligen Rechteinhabern. Nutzung erfolgt ausschließlich zu illustrativen Zwecken. |
Wenn Sie den Blog-Beitrag abonnieren, senden wir Ihnen eine E-Mail, sobald es Updates auf dieser Website gibt.

Kommentare 19
Der Beitrag trifft einen wichtigen Punkt. Mich würde interessieren, woran sich der praktische Nutzen des beschriebenen Vorgehens zuerst erkennen lässt. Welche Mindestinformation sollte dafür immer vorliegen?
Für mich wäre ein begrenzter Anwendungsfall der beste Einstieg. Dann sieht man relativ schnell, ob die Information tatsächlich zu einer anderen Priorität oder Entscheidung führt.
Ich würde außerdem festhalten, welche Annahmen hinter der Bewertung stehen. Ändern sie sich, sollte nicht einfach derselbe Status fortgeschrieben werden.
Ich würde ebenfalls mit einem konkreten Fall starten. Wichtig sind dabei eine eindeutige Zuständigkeit, ein überprüfbares Ergebnis und ein Termin, an dem die Wirkung erneut bewertet wird.
Gerade der feste Termin zur erneuten Bewertung ist wichtig. Andernfalls wird aus einer vorläufigen Annahme schnell ein dauerhafter Status.
Danke für die Einordnung. Wie würdest du vermeiden, dass Kennzahlen nur berichtet werden, ohne Entscheidungen zu beeinflussen?
Jede Kennzahl sollte eine konkrete Frage beantworten. Dazu gehört für mich auch, wer auf eine Abweichung reagiert und welche Handlung möglich ist.
Ein weiterer Punkt: Was passiert, wenn eine Kennzahl besser wird, das eigentliche Ziel aber nicht? Diese Unterscheidung finde ich beim Thema dieses Beitrags besonders wichtig.
Das ist ein wichtiger Punkt. Das wäre für mich ein Anlass, die angenommene Beziehung zu überprüfen. Eine Messgröße kann ein Ziel anzeigen, aber auch am Ziel vorbeiführen.
Wie viele Ziele kann ein Team sinnvoll gleichzeitig verfolgen?
Ich sehe darin vor allem eine Gestaltungsfrage. Ich würde eine überschaubare Auswahl bevorzugen. Zusätzliche Ziele helfen wenig, wenn Prioritäten und Zielkonflikte dadurch unklar werden.
Ich lese das etwas anders. Für mich steht zuerst die Frage im Raum, ob der zugrunde liegende Bedarf überhaupt ausreichend geklärt ist. Diese Unterscheidung finde ich beim Thema dieses Beitrags besonders wichtig.
Wie verhindert man, dass die Scorecard nur bestehende Kennzahlen neu sortiert? Das bezieht sich für mich auf den hier beschriebenen Ansatz.
Ich würde mit den strategischen Zielen anfangen und für jede Kennzahl fragen, welche Entscheidung sie unterstützen soll. Die Zahl sollte nicht zum Selbstzweck werden.
Für mich fehlt dabei noch der Umgang mit Ausnahmen. Wer darf abweichen und wie wird diese Entscheidung später nachvollzogen?
Was wäre bei Auswahl weniger entscheidungsrelevanter Kennzahlen ein nachvollziehbares Kriterium für den Abschluss einer Maßnahme?
Der Abschluss sollte an einem überprüfbaren Ergebnis hängen. Zusätzlich würde ich festhalten, welche Einschränkungen bleiben und wann die Wirkung erneut geprüft wird. Für Auswahl weniger entscheidungsrelevanter Kennzahlen würde ich den ersten Prüfschritt bewusst klein halten.
Welche minimale Lösung wäre für Auswahl weniger entscheidungsrelevanter Kennzahlen vertretbar, wenn ein kleines Team mehrere Rollen gleichzeitig übernimmt?
Ich würde die Rollen dennoch getrennt dokumentieren und für die kritische Entscheidung einen zweiten Blick vorsehen. Entscheidend wäre für mich, ob das Ergebnis für den konkreten Fall nachprüfbar bleibt. Bei Auswahl weniger entscheidungsrelevanter Kennzahlen sollte die Prüfung aus meiner Sicht auf den im Beitrag beschriebenen Zusammenhang begrenzt werden.