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Digitalstudie: mehr Bürger über Smartphones online

BYOD_Trend2020 Digitalstudie 2020

Die Postbank-Digitalstudie 2020 liefert eine überdeutliche Momentaufnahme: Die Deutschen sind online – und zwar so sehr, dass die wöchentliche Internetnutzung im Durchschnitt bereits vor den ersten Corona-Lockdowns einem Vollzeitjob glich. Rund 56 Stunden pro Woche waren es im Erhebungszeitraum (Februar/März 2020), davon 16 Stunden mobil über das Smartphone. Vier von fünf Menschen in Deutschland (79 Prozent) gehen mit dem Handy ins Netz. Laptops/Notebooks folgen mit 71 Prozent, Desktop-PCs mit 58 Prozent, Tablets mit 47 Prozent. Smarte Fernseher (37 Prozent), Spielkonsolen (17 Prozent), eigenständige Sprachassistenten (12 Prozent) und Wearables (8 Prozent) komplettieren das Bild. Bei den Unter-40-Jährigen fällt der Vorsprung des Smartphones noch größer aus: 91 Prozent dieser Gruppe sind damit online; zugleich zeigt sich, dass ältere Nutzerinnen und Nutzer den Desktop-PC etwas häufiger einsetzen als die Jüngeren (60 Prozent vs. 53 Prozent). Und: Digital Natives verbringen mit ihrem Smartphone im Schnitt 27 Stunden pro Woche online und kommen insgesamt auf knapp 75 Stunden Internetzeit.

Diese Zahlen sind keine Eintagsfliege. Sie markieren eine strukturelle Verschiebung, die schon vor Jahren begonnen hat, aber 2020 gleich mehrere Beschleuniger bekam: leistungsfähige Mobilnetze, günstige Datenvolumina, Reife von Apps und Diensten – und dann die Pandemie mit ihrem Schub für Fernarbeit, Videotelefonie, E-Commerce, E-Learning und digitale Freizeitgestaltung. Wer den Alltag, die Wirtschaft und die öffentliche Daseinsvorsorge in Deutschland verstehen will, kommt an „smartphone first“ nicht mehr vorbei.

Warum das Smartphone gewonnen hat

Das kleine Gerät in der Hosentasche vereint Kommunikationsmittel, Kamera, Navigationssystem, Audio-/Videoplayer, E-Reader, Geldbörse, Fahrkarte, Zugangsschlüssel und persönliche Assistentin. Seine Überlegenheit entsteht aus vier Eigenschaften: ständige Verfügbarkeit, persönlicher Charakter, Sensorik (GPS, Kamera, Mikrofon, Gyroskop u. a.) und App-Ökosysteme, die eine nahtlose Abdeckung von Anwendungsfällen liefern – von Banking über Gesundheits-Apps bis zur Steuererklärung. Der Einstieg ins Internet erfolgt nicht mehr über das „Anschalten des Computers“, sondern über einen Blick auf den Sperrbildschirm. Daraus folgen neue Nutzungsmuster: viele kurze Sitzungen statt weniger langer Sessions, parallele Mediennutzung (Second Screen), situative Informationssuche und spontane Transaktionen.

Die Studie zeigt das indirekt: Wenn selbst vor Corona bereits 16 Stunden pro Woche am Smartphone zusammenkamen, steckt dahinter nicht „klassisches Surfen“, sondern ein Mosaik aus Messaging, Social-Feeds, Musik, Podcasts, Navigation, Shopping, schnellen Recherchen, Banking, Mikrolernen und Entertainment. Das Gerät ist der Default – für vieles andere braucht es triftige Gründe.

BYOD Trend2020 2

Generationenblick: Digital Natives vs. Digital Immigrants

Der Vergleich der Altersgruppen macht die Tiefe dieser Veränderung sichtbar. Unter 40 nutzen 91 Prozent das Smartphone für den Netzzugang; bei den über 40-Jährigen sind es 73 Prozent. Laptops liegen mit 78 Prozent (unter 40) vs. 68 Prozent (40+) ebenfalls hoch im Kurs, Tablets mit 54 vs. 44 Prozent. Beim Desktop-PC dreht sich das Verhältnis: 53 Prozent der Jüngeren, aber 60 Prozent der Älteren gehen damit online – ein Zeichen dafür, dass traditionelle Arbeitsplätze und vertraute Nutzungsgewohnheiten im Homeoffice-Boom 2020 besonders in der älteren Kohorte trugen. Smarte Fernseher, Wearables und Sprachassistenten zeigen bei den Jüngeren höhere Werte – ein Hinweis auf experimentierfreudigere Haushalte, vernetzte Wohnungen und ein Umfeld, in dem digitale Dienste selbstverständlich sind.

Wichtig ist: Die Unterschiede schrumpfen. Viele sogenannte „Silver Surfer“ haben in den letzten Jahren aufgeholt – nicht selten, weil Enkel und Kinder Videotelefonie, Messenger und Familien-Fotostreams zur Bedingung gemacht haben, um in Kontakt zu bleiben. Das senkt Berührungsängste, hebelt alte Vorurteile aus und sorgt dafür, dass Anforderungen an Benutzerfreundlichkeit, Barrierefreiheit und Datenschutz nicht länger als Nischenthema gelten, sondern als Standard, an dem sich digitale Angebote messen lassen müssen.

Das Wochenprofil: 56 Stunden Onlinezeit – was steckt dahinter?

56 Stunden pro Woche klingen nach „immer online“. Tatsächlich verteilen sich diese Stunden auf Arbeit, Kommunikation, Unterhaltung und Alltagserledigungen. Das Homeoffice hat Videokonferenzen normalisiert, cloudbasierte Kollaborationstools vom Spezialwerkzeug zum Mainstream gemacht und die Grenze zwischen beruflicher und privater Nutzung poröser werden lassen. Abends verlagert sich der Schwerpunkt Richtung Streaming, Social-Media und Gaming – häufig mit „Second-Screen-Begleitung“: Während der Fernseher läuft, chatten Menschen in Messenger-Gruppen, suchen Infos zu Schauspielern, diskutieren Spielzüge, bestellen Pizza oder kommentieren Live-Events.

Für Anbieter heißt das: Aufmerksamkeit ist fragmentiert, die Konkurrenz um den nächsten Tap hart. Wer Informationen oder Services anbietet, muss diese in Sekundenbruchteilen erfassbar und bedienbar machen – mobil, barrierearm, offline-tolerant, mit klarem Mehrwert. Lange Einführungen, umständliche Registrierungen, versteckte Kosten, unklare Datenschutzoptionen oder hakelige Formulare sind Absprunggründe.

Smartphone-Dominanz und ihre praktischen Folgen

Produktdesign und Entwicklung. „Mobile first“ ist kein Buzzword, sondern eine Pflicht. Seitenarchitekturen, Formulare, Medien, Navigation, Schriftgrößen, Kontrast, Touch-Ziele – alles muss auf das kleine Display und die Daumenbedienung optimiert sein. Progressive Web Apps (PWA) können sinnvoll sein, wenn man App-ähnliche Erfahrungen ohne Store-Hürde bieten will. Native Apps punkten, wenn Sensorik, Push-Mechanismen und Performance entscheidend sind. In jedem Fall gilt: Schnell laden, wenig Daten verbrauchen, robust sein – auch bei wackeligen Verbindungen.

Sicherheit und Vertrauen. Je mehr Bankgeschäfte, Gesundheitsdaten, Verträge und Identitäten auf dem Smartphone landen, desto sensibler wird der Umgang mit Sicherheit. Starke Authentifizierung, biometrische Entsperrung, Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, klare Privatsphäre-Einstellungen, transparente Berechtigungskonzepte und verständliche Einwilligungen sind Hygienefaktoren. Ein einziger Vertrauensbruch kann die mühsam aufgebaute Nutzungsgewohnheit zerstören.

Marketing und Kommunikation. Der Tonfall rückt näher an die Hosentasche: personalisiert, relevant, optional. Push-Nachrichten sind mächtig, aber nur, wenn sie sparsam und nützlich sind. E-Mail bleibt wichtig, muss aber mobil lesbar sein – kurze Betreffzeilen, klare Handlungsaufrufe, barrierefreie Gestaltung. Social-Kanäle funktionieren als Service-Touchpoints, nicht nur als Werbeausspielung.

Kundendienst. Chat- und Messaging-Support, Self-Service-Portale, Bots mit Eskalationspfad – all das wird zur Erwartung. Menschen wollen in ihrer App bleiben, Screenshots anhängen, kurze Sprachnachrichten schicken, Rückrufe vereinbaren.

Bezahlen und Commerce. Mobile Wallets, In-App-Käufe, One-Click-Checkout, QR-Codes am POS – wer Friktion entfernt, gewinnt. Gleichzeitig müssen Retouren, Widerruf, Gewährleistung und Support genauso mobil und transparent sein wie der Kauf.

Analytics und Ethik. Daten helfen, Angebote zu verbessern. Aber die Grenze zwischen hilfreicher Personalisierung und aufdringlichem Tracking ist schmal. Consent-Management, Datensparsamkeit, Privacy-by-Design und verständliche Erklärungen sind keine Last, sondern die Basis einer langfristigen Beziehung.

Bildung, Gesundheit, Verwaltung: Was „smartphone first“ dort bedeutet

Schule und Hochschule. Digitale Lernplattformen, Hausaufgaben-Tracker, Quiz-Apps, Videoklassenräume – wenn all das nur am Laptop rund läuft, verlieren Schülerinnen und Studenten ohne leistungsfähigen Rechner Anschluss. Mobile-taugliche Inhalte, datensparsame Videolösungen, Offline-Modi und klare Datenschutzregeln sind notwendig. Hinzu kommt didaktische Qualität: Micro-Learning, adaptive Aufgaben, unmittelbares Feedback und Barrierefreiheit erhöhen die Wirksamkeit.

Gesundheit. Fitness-Tracker, telemedizinische Sprechstunden, E-Rezepte, digitale Gesundheitsanwendungen – die Schnittstelle ist oft das Smartphone. Es muss gelingen, sensible Daten sicher zu speichern und zu übertragen, Zugänge einfach zu gestalten und Missverständnisse zu vermeiden. Einfache Sprache, gut sichtbare Notfallkontakte, deutliche Hinweise zur Datennutzung und Zusammenfassungen in Klartext helfen.

Verwaltung. E-Government lebt von einfacher Identifikation, verlässlichen Kommunikationswegen und mobilen Formularen, die nicht an Desktop-Logik hängen. Wer den Gang zum Amt durch eine App ersetzt, hat erst die halbe Miete: Termine, Nachweise, Zahlungen, Bescheide – möglichst alles end-to-end mobil und barrierefrei.

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Quelle/Grafiken: Postbank 2020

BYOD, Arbeit und die neue Normalität

Die Studie deutet an, was sich 2020 vielerorts vollzogen hat: Arbeit ist entgrenzt, und das Smartphone ist Arbeitsgerät. Bring-Your-Own-Device (BYOD) spart Beschaffungskosten, erhöht Flexibilität – und bringt Risiken. Unternehmen reagieren mit Mobile-Device-/Application-Management, Zero-Trust-Netzwerken, Container-Lösungen, Mindestanforderungen für Betriebssystemstände, verpflichtender 2-Faktor-Authentifizierung, klaren Nutzungsrichtlinien und Schulungen.

Gleichzeitig verschiebt sich die Zusammenarbeit. Kurze Sprachnachrichten, geteilte Whiteboards, Projekträume in Kollaborationstools – das alles muss auch auf dem Handy funktionieren. Führung auf Distanz lebt von messbaren Zielen, regelmäßigen Check-ins, klaren Kommunikationsregeln und dem Bewusstsein, dass ständige Erreichbarkeit nicht Produktivität bedeutet. „Do-Not-Disturb“-Zeiten, Kalendertransparenz, asynchrone Arbeitsweisen und psychologische Sicherheit sind Teil moderner Teamkultur.

Digitale Spaltung und Teilhabe

So eindrucksvoll die Zahlen sind: Sie verdecken Unterschiede. Datentarife, Gerätepreise, Netzabdeckung, digitale Kompetenzen – all das ist nicht gleich verteilt. Familien teilen sich mitunter ein Gerät, ältere Menschen sind auf barrierefreie Bedienung angewiesen, Menschen mit Behinderungen auf gute Assistenzfunktionen, ländliche Räume brauchen verlässliche Netze. Studien wie die Postbank-Erhebung machen sichtbar, wo Angebot auf Nachfrage trifft; sie zeigen aber auch, wo Barrieren bestehen. Wer digitale Dienste entwickelt, sollte deshalb konsequent inklusiv denken: kontraststarke, skalierbare Interfaces, Screenreader-Kompatibilität, Untertitel, einfache Sprache, Offline-Fähigkeiten, sparsame Datennutzung, transparente Kosten, Supportkanäle jenseits von Chatbots – all das erweitert Zielgruppen und entspricht zudem gesetzlichen Vorgaben zur Barrierefreiheit.

Second Screen, Streaming und neue Medienroutinen

Die Verbreitung von Smart-TVs (37 Prozent) und Spielkonsolen (17 Prozent) zeigt, dass das Wohnzimmer selbst Teil des Netzes ist. Serien werden gebingt, Sport live gestreamt, Konzerte digital besucht. Nebenbei läuft der Messenger – man kommentiert, teilt, informiert sich. Diese Gleichzeitigkeit schafft neue Werbe- und Servicefenster: Begleit-Apps für Shows, Live-Shopping, Quiz-Formate, Social-Viewing. Gleichzeitig erhöht sich die Verantwortung, Inhalte verlässlich zu markieren, Werbung transparent zu machen und die Grenze zu Manipulation nicht zu überschreiten.

Sprachassistenten und Wearables: Klein, aber wachsend

Zwölf Prozent der Befragten nutzen eigenständige Sprachassistenten, acht Prozent Wearables. Das sind im Vergleich zu Smartphonezahlen kleine Werte, aber sie weisen den Weg: Interaktionen wandern in Situationen, in denen Hände und Augen anderweitig beschäftigt sind. Sprachsteuerung, kurze Antworten, Datenschutz bei Always-On-Mikrofonen, Missverständnis-Handling – wer hier gestaltet, gestaltet Interaktion neu. Wearables wiederum bringen Gesundheit, Benachrichtigungen und Mikro-Interaktionen an das Handgelenk; sie verlangen minimalistische Oberflächen, latenzarme Verbindungen und sinnvolle Priorisierung von Alerts.

Handel, Banking und die neue Kundenreise

Die Postbank als Herausgeberin der Studie interessiert besonders: Mobile Banking und Mobile Payment sind Alltag. Für den Handel heißt das, dass die Kundenreise selten linear verläuft. Inspiration über soziale Feeds, Vergleichssuche, Filialverfügbarkeit, Click-&-Collect, Rückgabeprozesse – alles findet über mehrere Geräte und Kanäle statt. Entscheidend ist Kohärenz: ein Warenkorb über Geräte hinweg, transparente Lagerbestände, klare Lieferzeiten, einfache Retouren. Wer auf dem Smartphone überzeugt, gewinnt Kundenbeziehungen – wer hier enttäuscht, verliert sie oft dauerhaft.

Nachhaltigkeit und digitale Verantwortung

Mehr Onlinezeit bedeutet auch mehr Energieverbrauch in Netzen und Rechenzentren, mehr Geräteproduktion, mehr Elektroschrott. Unternehmen, die digitale Dienstleistungen anbieten, können einen Unterschied machen: effiziente Datenübertragung, Bild- und Videokompression, Caching, grüne Hosting-Anbieter, langlebige Geräteunterstützung, modulare Apps, die nicht jedes Mal hunderte Megabyte nachladen. Transparenz hilft auch hier: Wer erklärt, wie und warum etwas ressourcenschonend umgesetzt ist, trifft auf eine wachsende Zielgruppe, der Nachhaltigkeit wichtig ist.

Gesundheitliche Aspekte und Medienhygiene

56 bis 75 Stunden Onlinezeit pro Woche berühren die Frage: Wie bleibt Nutzung gesund? Blaulichtfilter, Pausenerinnerungen, Fokus-Modi, App-Timer, stumm geschaltete Threads – das sind keine „Nice-to-haves“, sondern Teil digitaler Selbstfürsorge. Unternehmen können unterstützen: Benachrichtigungen bündeln, Nacht- und Ruhezeiten respektieren, automatische „Nicht stören“-Vorschläge bei Kalenderblöcken, hilfreiche Zusammenfassungen statt Dutzender Einzel-Pings. Eine Kultur, die asynchrone Arbeit akzeptiert und Reaktionszeiten realistisch definiert, ist ebenso wichtig wie gut gestaltete Software.

Methodischer Blick: Was man aus der Studie lesen darf – und was nicht

Die Postbank-Digitalstudie befragte 3.000 Bürgerinnen und Bürger im Februar/März 2020. Das ist solide; Aussagen gelten für die befragte Bevölkerung und den Zeitpunkt vor dem ersten Lockdown. Der Durchschnitt von 56 Stunden ist eine Zahl über alle Aktivitäten hinweg – beruflich und privat. Er ist kein Maß für „aktive Bildschirmzeit“ und sagt nichts über Qualität oder Inhalte der Nutzung. Wer aus der Studie Handlungsimplikationen ableitet, sollte daher zweierlei beachten: Erstens wirkt seit der Pandemie ein zusätzlicher Beschleuniger, der die damals beobachteten Trends eher verstärkt hat. Zweitens variieren Bedürfnisse stark nach Kontext, Region, Einkommen, Bildung, Alter und Gesundheitslage. Gute digitale Angebote reagieren auf diese Vielfalt, statt sie mit Durchschnittswerten zu überdecken.

Von der Zahl zur Konsequenz: Was Organisationen jetzt konkret tun sollten

Die vielleicht wichtigste Konsequenz aus „79 Prozent Smartphone-Nutzung“ lautet: Alles, was Menschen mit Ihnen tun sollen – informieren, bewerben, kaufen, buchen, unterschreiben, lernen, melden, bezahlen, kündigen, Rückfragen stellen –, muss mobil exzellent funktionieren. Exzellent heißt: schnell, verständlich, sicher, barrierefrei, mit so wenig Reibung wie möglich. Darüber hinaus lohnt es sich, an drei Stellschrauben zu drehen:

  1. Konsequente Einfachheit. Formulare mit wenigen Feldern, klare Fehlerhinweise, Auto-Fill, unterstützte Scan-Funktionen (Ausweis, IBAN, QR-Codes), verständliche Sprache, hilfreiche Beispiele – je weniger Hürden, desto höher die Abschlussquote.
  2. Vertrauen als Produktmerkmal. Datenschutz-Einstellungen, Opt-ins, Tracker-Transparenz, sichere Zahlungen, schnelle Erreichbarkeit des Supports, nachvollziehbare AGB – Vertrauen ist keine Randnotiz.
  3. Lernen aus Nutzung – respektvoll. Ereignisbasiertes Feedback („War diese Anleitung hilfreich?“), optionale Personalisierung, A/B-Tests, anonyme Nutzungsmetriken mit Einwilligung – so wird das Produkt besser, ohne Menschen zu überfahren.

Ausblick: 5G, Edge, KI – und was das für die nächste Studie bedeuten könnte

Mit der weiteren Verbreitung von 5G, lokalem Edge-Computing und KI-gestützten Diensten werden mobile Erfahrungen noch unmittelbarer. AR-Navigation im Museum, Echtzeit-Übersetzung, kontextbewusste Assistenz in Warteschlangen, adaptive Lernpfade im Schulbus, ausgeklügelte Betrugserkennung beim Mobile-Payment – vieles davon wird selbstverständlich wirken. Gleichzeitig wächst die Verantwortung, Fairness, Barrierefreiheit und Energieeffizienz in die Systeme zu integrieren. Studien wie die der Postbank werden dann nicht nur Geräteanteile ausweisen, sondern hoffentlich auch, wie fair, zugänglich und nachhaltig diese digitalen Ökosysteme sind.

Fazit: Die Postbank-Digitalstudie 2020 hält dem Land einen Spiegel vor: Das Smartphone ist das Leitmedium. Es prägt Kommunikation, Arbeit, Bildung, Konsum, Verwaltung und Freizeit. Wer digitale Angebote macht – ob Unternehmen, Schule, Arztpraxis, Behörde oder Verein –, muss für diesen primären Zugang optimieren und zugleich die Vielfalt der Geräte berücksichtigen. Dabei geht es nicht nur um Pixel und Prozessoren, sondern um Vertrauen, Inklusion, Gesundheit, Nachhaltigkeit und Resilienz. Die 56 Stunden pro Woche sind Chance und Verpflichtung zugleich: so viel Zeit sinnvoll, sicher und menschenfreundlich zu gestalten, dass Technologie nicht ablenkt, sondern Alltag erleichtert.

Hinweis: Teile dieses Beitrags könnten unter Einsatz von KI-gestützten Tools erstellt oder überarbeitet worden sein. Weitere Informationen finden Sie im Impressum/Disclaimer. Marken- und Bildrechte: Dargestellte Logos und genannten Marken liegen ausschließlich bei den jeweiligen Rechteinhabern. Nutzung erfolgt ausschließlich zu illustrativen Zwecken.
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Kommentare 25

Mark Walter am Freitag, 29. Mai 2020 10:48

Ein hilfreicher Einstieg in das Thema. Welche Annahmen sollte man prüfen, bevor man solche Ergebnisse auf die eigene Organisation überträgt?

Ein hilfreicher Einstieg in das Thema. Welche Annahmen sollte man prüfen, bevor man solche Ergebnisse auf die eigene Organisation überträgt?
Petra Winter am Freitag, 29. Mai 2020 19:59

Die Ausgangslage und die untersuchte Gruppe sind entscheidend. Ich würde zunächst vergleichen, ob die Rahmenbedingungen wirklich ähnlich sind.

Die Ausgangslage und die untersuchte Gruppe sind entscheidend. Ich würde zunächst vergleichen, ob die Rahmenbedingungen wirklich ähnlich sind.
Melanie Marquardt am Samstag, 30. Mai 2020 07:05

Welche einfache Kennzahl oder Beobachtung könnte bei der Übertragung auf die eigene Organisation zeigen, ob die Maßnahme den gewünschten Effekt hat? Das hielte den Aufwand überschaubar und das Ergebnis prüfbar. Der Maßstab sollte schon vor dem ersten Fall verständlich sein.

Welche einfache Kennzahl oder Beobachtung könnte bei der Übertragung auf die eigene Organisation zeigen, ob die Maßnahme den gewünschten Effekt hat? Das hielte den Aufwand überschaubar und das Ergebnis prüfbar. Der Maßstab sollte schon vor dem ersten Fall verständlich sein.
Frank Franke am Freitag, 29. Mai 2020 11:42

Eine Frage zur Umsetzung: woran sich der praktische Nutzen des beschriebenen Vorgehens zuerst erkennen lässt. Welche Beobachtung wäre wichtiger als eine reine Vollständigkeitsquote?

Eine Frage zur Umsetzung: woran sich der praktische Nutzen des beschriebenen Vorgehens zuerst erkennen lässt. Welche Beobachtung wäre wichtiger als eine reine Vollständigkeitsquote?
Gäste - Thomas Bergmann am Freitag, 29. Mai 2020 13:37

Entscheidend wäre für mich, nicht nur die Durchführung zu dokumentieren. Auch die Wirkung und eine mögliche Abweichung sollten später nachvollziehbar sein.

Entscheidend wäre für mich, nicht nur die Durchführung zu dokumentieren. Auch die Wirkung und eine mögliche Abweichung sollten später nachvollziehbar sein.
Petra Winter am Freitag, 29. Mai 2020 14:42

Ich würde außerdem festhalten, welche Annahmen hinter der Bewertung stehen. Ändern sie sich, sollte nicht einfach derselbe Status fortgeschrieben werden.

Ich würde außerdem festhalten, welche Annahmen hinter der Bewertung stehen. Ändern sie sich, sollte nicht einfach derselbe Status fortgeschrieben werden.
Markus Groß am Freitag, 29. Mai 2020 16:18

Das ist die wesentliche Abgrenzung. Eine Dokumentation zeigt zunächst nur, was vorgesehen oder getan wurde; erst die überprüfte Wirkung macht daraus einen Steuerungsimpuls.

Das ist die wesentliche Abgrenzung. Eine Dokumentation zeigt zunächst nur, was vorgesehen oder getan wurde; erst die überprüfte Wirkung macht daraus einen Steuerungsimpuls.
Gäste - Franziska Schmitt am Freitag, 29. Mai 2020 20:29

Damit wird es für mich deutlich greifbarer. Vor allem die vorher festgelegte Entscheidungsfolge verhindert, dass der Pilot nur als zusätzlicher Bericht endet.

Damit wird es für mich deutlich greifbarer. Vor allem die vorher festgelegte Entscheidungsfolge verhindert, dass der Pilot nur als zusätzlicher Bericht endet.
Gäste - Holger Böttcher am Sonntag, 07. Juni 2020 14:38

Wie stark hängt die Aussage der Studie von der Auswahl der befragten Unternehmen ab? Gerade bei dieser Fragestellung würde ich die Abwägung offen dokumentieren.

Wie stark hängt die Aussage der Studie von der Auswahl der befragten Unternehmen ab? Gerade bei dieser Fragestellung würde ich die Abwägung offen dokumentieren.
Gäste - Tim Heller am Sonntag, 07. Juni 2020 17:13

Ich würde die Ergebnisse zunächst auf die untersuchte Gruppe beziehen. Unternehmensgröße, Branche und Region können bei einer Übertragung auf den eigenen Betrieb viel ausmachen. Gerade bei dieser Fragestellung würde ich die Abwägung offen dokumentieren.

Ich würde die Ergebnisse zunächst auf die untersuchte Gruppe beziehen. Unternehmensgröße, Branche und Region können bei einer Übertragung auf den eigenen Betrieb viel ausmachen. Gerade bei dieser Fragestellung würde ich die Abwägung offen dokumentieren.
Gäste - Jens Wagner am Sonntag, 07. Juni 2020 20:19

Hier würde ich widersprechen: Ein zusätzlicher Prozess kann auch neue Reibung schaffen. Welche vorhandene Aufgabe könnte man damit zusammenführen?

Hier würde ich widersprechen: Ein zusätzlicher Prozess kann auch neue Reibung schaffen. Welche vorhandene Aufgabe könnte man damit zusammenführen?
Gäste - Erik Koch am Dienstag, 21. Juli 2020 07:05

Ein weiterer Punkt: Welche Gegenargumente gehen verloren, wenn man nur die auffälligen Prozentwerte betrachtet? Das bezieht sich für mich auf den hier beschriebenen Ansatz.

Ein weiterer Punkt: Welche Gegenargumente gehen verloren, wenn man nur die auffälligen Prozentwerte betrachtet? Das bezieht sich für mich auf den hier beschriebenen Ansatz.
Theresa Weber am Dienstag, 21. Juli 2020 07:34

Für mich liegt der Schwerpunkt hier: Mich würden auch die Begriffsdefinitionen und nicht teilnehmende Gruppen interessieren. Eine einzelne Zahl erklärt noch nicht, warum etwas genutzt oder abgelehnt wird.

Für mich liegt der Schwerpunkt hier: Mich würden auch die Begriffsdefinitionen und nicht teilnehmende Gruppen interessieren. Eine einzelne Zahl erklärt noch nicht, warum etwas genutzt oder abgelehnt wird.
Gäste - Holger Böttcher am Dienstag, 21. Juli 2020 09:42

Ich würde das nicht allein anhand einer Beschreibung beurteilen. Was wäre ein überzeugender praktischer Nachweis?

Ich würde das nicht allein anhand einer Beschreibung beurteilen. Was wäre ein überzeugender praktischer Nachweis?
Gäste - Tim Heller am Dienstag, 28. Juli 2020 16:07

Ein weiterer Punkt: Wird hier die tatsächliche Nutzung gemessen oder eher die Absicht, etwas künftig einzuführen? Gerade bei dieser Fragestellung würde ich die Abwägung offen dokumentieren.

Ein weiterer Punkt: Wird hier die tatsächliche Nutzung gemessen oder eher die Absicht, etwas künftig einzuführen? Gerade bei dieser Fragestellung würde ich die Abwägung offen dokumentieren.
Gäste - Jens Wagner am Dienstag, 28. Juli 2020 17:47

Das ist ein wichtiger Punkt. Das wäre für mich ein wesentlicher Unterschied: Eine Erwartung ist noch kein Nachweis für eine erfolgreiche Umsetzung. Diese Unterscheidung finde ich beim Thema dieses Beitrags besonders wichtig.

Das ist ein wichtiger Punkt. Das wäre für mich ein wesentlicher Unterschied: Eine Erwartung ist noch kein Nachweis für eine erfolgreiche Umsetzung. Diese Unterscheidung finde ich beim Thema dieses Beitrags besonders wichtig.
Gäste - Erik Koch am Dienstag, 28. Juli 2020 18:55

Beim Prinzip bin ich dabei. Bei der Umsetzung könnte aber gerade die Übergabe zwischen zwei Zuständigen schwierig werden.

Beim Prinzip bin ich dabei. Bei der Umsetzung könnte aber gerade die Übergabe zwischen zwei Zuständigen schwierig werden.
Gäste - Andrea Simon am Donnerstag, 27. August 2020 16:05

Wo würdet ihr bei Unterschied zwischen Befund und Handlungsempfehlung anfangen, wenn mehrere Fachbereiche unterschiedliche Prioritäten haben?

Wo würdet ihr bei Unterschied zwischen Befund und Handlungsempfehlung anfangen, wenn mehrere Fachbereiche unterschiedliche Prioritäten haben?
Gäste - Thomas Bergmann am Donnerstag, 27. August 2020 17:43

Mein Vorschlag wäre, zuerst die betroffene Entscheidung und deren Auswirkungen klären, bevor gemeinsame Kriterien festgelegt werden. Anschließend sollte klar sein, wer die Wirkung prüft und wann erneut entschieden wird. Bei Unterschied zwischen Befund und Handlungsempfehlung sollte die Prüfung aus meiner Sicht auf den im Beitrag beschriebenen Zusammenhang begrenzt werden.

Mein Vorschlag wäre, zuerst die betroffene Entscheidung und deren Auswirkungen klären, bevor gemeinsame Kriterien festgelegt werden. Anschließend sollte klar sein, wer die Wirkung prüft und wann erneut entschieden wird. Bei Unterschied zwischen Befund und Handlungsempfehlung sollte die Prüfung aus meiner Sicht auf den im Beitrag beschriebenen Zusammenhang begrenzt werden.
Gäste - Jens Wagner am Samstag, 27. März 2021 07:38

Dazu eine Rückfrage: Ist der berichtete Trend schon ein gutes Argument für eine eigene Investition? Gerade bei dieser Fragestellung würde ich die Abwägung offen dokumentieren.

Dazu eine Rückfrage: Ist der berichtete Trend schon ein gutes Argument für eine eigene Investition? Gerade bei dieser Fragestellung würde ich die Abwägung offen dokumentieren.
Gäste - Erik Koch am Samstag, 27. März 2021 09:43

Für mich liegt der Schwerpunkt hier: Als Anlass für eine Prüfung ja. Die eigene Entscheidung würde ich zusätzlich von Kosten, Risiken und einem konkreten Bedarf abhängig machen.

Für mich liegt der Schwerpunkt hier: Als Anlass für eine Prüfung ja. Die eigene Entscheidung würde ich zusätzlich von Kosten, Risiken und einem konkreten Bedarf abhängig machen.
Theresa Weber am Samstag, 27. März 2021 11:40

Ich würde das nicht allein anhand einer Beschreibung beurteilen. Was wäre ein überzeugender praktischer Nachweis? Ich würde das am konkreten Anwendungsfall dieses Artikels festmachen.

Ich würde das nicht allein anhand einer Beschreibung beurteilen. Was wäre ein überzeugender praktischer Nachweis? Ich würde das am konkreten Anwendungsfall dieses Artikels festmachen.
Markus Groß am Samstag, 27. März 2021 12:32

Das würde ich an einem konkreten Szenario prüfen. Eine Beschreibung zeigt die Absicht; die gemeinsame Durchführung zeigt, wo Informationen oder Übergaben fehlen. Diese Unterscheidung finde ich beim Thema dieses Beitrags besonders wichtig.

Das würde ich an einem konkreten Szenario prüfen. Eine Beschreibung zeigt die Absicht; die gemeinsame Durchführung zeigt, wo Informationen oder Übergaben fehlen. Diese Unterscheidung finde ich beim Thema dieses Beitrags besonders wichtig.
Eva Wolff am Samstag, 12. November 2022 08:57

Welche Grenze sollte bei Übertragbarkeit auf die eigene Organisation ausdrücklich festgelegt werden, damit der Umfang handhabbar bleibt?

Welche Grenze sollte bei Übertragbarkeit auf die eigene Organisation ausdrücklich festgelegt werden, damit der Umfang handhabbar bleibt?
Gäste - Bastian Kühn am Samstag, 12. November 2022 11:40

Zunächst würde ich den konkreten Anwendungsfall und seine Grenzen festhalten. Ausnahmen sollten anschließend bewusst entschieden werden, damit der Umfang nicht unbemerkt wächst. Für Übertragbarkeit auf die eigene Organisation würde ich den ersten Prüfschritt bewusst klein halten.

Zunächst würde ich den konkreten Anwendungsfall und seine Grenzen festhalten. Ausnahmen sollten anschließend bewusst entschieden werden, damit der Umfang nicht unbemerkt wächst. Für Übertragbarkeit auf die eigene Organisation würde ich den ersten Prüfschritt bewusst klein halten.
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