

Heutzutage baut man sich seine Welt selbst. Brachte man früher nur den Henkelmann mit Gulasch und Nudeln ins Büro, so nimmt man heute seine Arbeitsausrüstung selbst mit und baut sich seine eigene Technik-Welt. Und die Branche hat natürlich auch schon einen hübschen Namen dafür gefunden: Bring your own device.
Wir reden heute mit Kühlschränken und steuern die heimische Heizung von fast überall auf der Welt. Wir können unsere Freunde in aufschlussreichen 140 Zeichen über geistige Höhenflüge oder Wunschdenken informieren. Mit dem wirklichen Leben hat das alles nur wenig zu tun. Bauen wir unsere Welt oder bauen wir Mauern? Die akustische Wahrnehmung unserer Umwelt wird limitiert durch die zierlichen, weißen Ohrstöpsel – Hiphop statt Vogelgezwitscher. Eine iPhone App erlaubt es, ohne aufzublicken die Straße als Hintergrund von Facebook zu sehen – sich nur nicht umschauen! Es fehlt nur noch die Atemmaske, die uns je nach Wunsch Sommerwiesen oder Tankstellen olfaktorisch vorgaukelt. Bring your own reality?
Selbst wenn es so wäre, was haben wir davon? Sind wir endlich zu den unumschränkten Gestaltern unserer Welt geworden? Technik macht uns nicht glücklicher oder freier – wir können ihre Vorteile nur wirklich genießen, wenn wir frei im Kopf sind. Und das werden wir nicht, wenn wir uns einschließen in das Korsett einer virtuellen Welt – wir brauchen die reale!
Ich bin dafür, den Kopf zu heben, den Mund aufzumachen und endlich wieder anzufangen, offen und freundlich miteinander zu reden. Wir sind Menschen, wir brauchen echte Kommunikation!
Doch davon mal abgesehen und bei Lichte betrachtet sind sie im Grund noch immer die alten Affen. Erich Kästner
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Kommentare 20
Eine Frage zur Umsetzung: woran sich der praktische Nutzen des beschriebenen Vorgehens zuerst erkennen lässt. Welche Beobachtung wäre wichtiger als eine reine Vollständigkeitsquote?
Ich würde zunächst einen konkreten Ablauf auswählen und dort Ausgangslage, Entscheidung und Ergebnis gegenüberstellen. Sonst bleibt die Bewertung leicht abstrakt.
Ein konkreter Fall hilft, aber die Zuständigkeit muss von Anfang an klar sein. Sonst ist zwar das Problem sichtbar, die notwendige Entscheidung bleibt aber liegen.
Das ist die wesentliche Abgrenzung. Eine Dokumentation zeigt zunächst nur, was vorgesehen oder getan wurde; erst die überprüfte Wirkung macht daraus einen Steuerungsimpuls.
Gerade der feste Termin zur erneuten Bewertung ist wichtig. Andernfalls wird aus einer vorläufigen Annahme schnell ein dauerhafter Status.
Danke für die Einordnung. Wie würdest du Zuständigkeiten für private Geräte und betriebliche Anwendungen voneinander abgrenzen?
Ich würde zuerst klären, welche Daten und Anwendungen betroffen sind. Daraus lassen sich Supportgrenzen und Verantwortlichkeiten ableiten.
Dazu eine Rückfrage: Was passiert beim Ausscheiden mit den Firmendaten, wenn das Gerät weiterhin privat benutzt wird?
Ein weiterer Punkt: Wie lässt sich die Trennung zwischen privaten und geschäftlichen Daten praktisch überprüfen?
Mein Vorschlag wäre: Für mich wäre eine klare Grenze beim Zugriff entscheidend. Ein geschäftlicher Container wäre ein Ansatz; die privaten Inhalte sollten nicht einfach zum administrierbaren Unternehmensbestand werden.
Mir wäre die laufende Pflege wichtiger als die perfekte erste Fassung. Wie könnte man das mit überschaubarem Aufwand organisieren?
Wer trägt beim privaten Gerät eigentlich die Kosten für Support, Reparatur und einen möglichen Ausfall?
Eine BYOD-Regelung müsste diese Fälle ausdrücklich unterscheiden. Der Kaufpreis allein sagt wenig darüber aus, ob das Modell insgesamt wirtschaftlich ist.
Beim Prinzip bin ich dabei. Bei der Umsetzung könnte aber gerade die Übergabe zwischen zwei Zuständigen schwierig werden.
Eine überprüfbare Zuständigkeit wäre für mich die Basis. Dazu gehört auch, wer die notwendige Information liefert und wer handelt, wenn sie fehlt. Auf die Ausgangsfrage bezogen: Eine BYOD-Regelung müsste diese Fälle ausdrücklich unterscheiden. Der Kaufpreis allein sagt wenig darüber aus, ob das Modell insgesamt wirtschaftlich ist.
Ich bleibe beim Aufwand etwas skeptisch. Eine kleine, überprüfbare Lösung könnte hier zunächst mehr bringen als ein umfassendes Konzept.
Welcher konkrete Prüfpunkt wäre bei Ausscheiden und Verlust des privaten Geräts für einen ersten Umsetzungsschritt besonders hilfreich?
Für den Einstieg würde ich einen klar abgegrenzten Ablauf mit einem erwarteten Ergebnis wählen. So lässt sich früh erkennen, wo Verantwortlichkeit, Nachweis oder praktische Umsetzung noch fehlen. Für Ausscheiden und Verlust des privaten Geräts würde ich den ersten Prüfschritt bewusst klein halten.
Wie würdet ihr Ausscheiden und Verlust des privaten Geräts konkret prüfen, wenn die Maßnahme bereits auf dem Papier abgeschlossen ist?
Für diesen Fall wäre mein Ansatz: die Umsetzung an einem konkreten Fall nachvollziehen und dabei das tatsächliche Ergebnis prüfen. Damit bleibt sichtbar, was entschieden wurde und was noch offen ist. Bei Ausscheiden und Verlust des privaten Geräts sollte die Prüfung aus meiner Sicht auf den im Beitrag beschriebenen Zusammenhang begrenzt werden.