

Die derzeit aktuellste Studie zum Thema Bring your own Device (BYOD) wurde von der Unternehmensberatung Gartner im Mai 2013 veröffentlicht. Die Analysten haben hierfür weltweit CIOs von großen Unternehmen nach ihrer Meinung und dem Potenzial zum BYOD-Trend und -Maßnahmen befragt. Wichtige Erkenntnisse der Studie sind:
Ein Beachtliches Ergbnis der Auswertung ist auch, dass in den USA mehr als doppelt so viele Unternehmen BYOD-Maßnahmen wie in europäischen Ländern unterstützen. Sogar Länder wie Indien, China und Brasilien liegen bei der BYOD-Umsetzung weit vor Europa. Unabhängig davon, ob die Verwendung eigener Devices am Arbeitsplatz erlaubt ist, scheint ein Großteil der Mitarbeiter nach seinen Geräten süchtig zu sein. So geben 86 Prozent der Befragten an, dass sie ihre privaten Geräte Tag und Nacht für die Arbeit verwenden – 44 Prozent sogar während der Mahlzeiten. Daneben erachten sich 20 Prozent der Studienteilnehmer als "Fast-Workaholic", 15 Prozent nehmen ihre Geräte mit in den Urlaub, und für sieben Prozent gibt es nach eigenen Angaben keine Trennung mehr zwischen Arbeits- und Privatleben.
BYOD strategies are the most radical change to the economics and the culture of client computing in business in decades.
ist daher das Fazit von David Willis, Vice President und Distinguished Analyst bei Gartner. Laut Willis weist BYOD auch 2013 noch ein enormes Innovationspotenzial auf, obwohl es schon länger diskutiert wird. Allerdings herrscht unter den Entscheidungsträgern in Unternehmen noch erheblicher Informations- und Aufklärungsbedarf. Außerdem werden in größeren Firmen private Geräte wesentlich häufiger für berufliche Zwecke genutzt, als in kleineren Unternehmen. Die BYOD-Durchdringung hängt derzeit also noch stark von der Unternehmensgröße ab. Weitere umfassende Informationen zur Gartner-Studie finden Sie hier.
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Kommentare 24
Eine Frage zur Umsetzung: woran sich der praktische Nutzen des beschriebenen Vorgehens zuerst erkennen lässt. Welche Beobachtung wäre wichtiger als eine reine Vollständigkeitsquote?
Für mich wäre ein begrenzter Anwendungsfall der beste Einstieg. Dann sieht man relativ schnell, ob die Information tatsächlich zu einer anderen Priorität oder Entscheidung führt.
Für mich gehört noch ein fester Zeitpunkt zur Nachprüfung dazu. Erst dann lässt sich beurteilen, ob die Maßnahme nur erledigt wurde oder tatsächlich etwas verbessert hat.
Das ist die wesentliche Abgrenzung. Eine Dokumentation zeigt zunächst nur, was vorgesehen oder getan wurde; erst die überprüfte Wirkung macht daraus einen Steuerungsimpuls.
So ergibt die Vorgehensweise Sinn: begrenzter Einstieg, klare Messgröße und eine sichtbare Entscheidung, falls das Ergebnis nicht trägt.
Den Punkt würde ich gern vertiefen. Welche Annahmen sollte man prüfen, bevor man solche Ergebnisse auf die eigene Organisation überträgt?
Die Ausgangslage und die untersuchte Gruppe sind entscheidend. Ich würde zunächst vergleichen, ob die Rahmenbedingungen wirklich ähnlich sind.
Welche Beobachtung wäre bei der Übertragung auf die eigene Organisation ein ausreichender Anlass, die Entscheidung noch einmal aufzumachen? Das hielte den Aufwand überschaubar und das Ergebnis prüfbar.
Wird hier die tatsächliche Nutzung gemessen oder eher die Absicht, etwas künftig einzuführen? Ich würde das am konkreten Anwendungsfall dieses Artikels festmachen.
Ich sehe darin vor allem eine Gestaltungsfrage. Das wäre für mich ein wesentlicher Unterschied: Eine Erwartung ist noch kein Nachweis für eine erfolgreiche Umsetzung. Ich würde das am konkreten Anwendungsfall dieses Artikels festmachen.
Ein weiterer Punkt: Welche Gegenargumente gehen verloren, wenn man nur die auffälligen Prozentwerte betrachtet?
Mich würden auch die Begriffsdefinitionen und nicht teilnehmende Gruppen interessieren. Eine einzelne Zahl erklärt noch nicht, warum etwas genutzt oder abgelehnt wird.
Dazu eine Rückfrage: Kann ein technisches Verbot die Nutzung privater Geräte überhaupt zuverlässig verhindern?
Ist der berichtete Trend schon ein gutes Argument für eine eigene Investition? Gerade bei dieser Fragestellung würde ich die Abwägung offen dokumentieren.
Als Anlass für eine Prüfung ja. Die eigene Entscheidung würde ich zusätzlich von Kosten, Risiken und einem konkreten Bedarf abhängig machen. Gerade bei dieser Fragestellung würde ich die Abwägung offen dokumentieren.
Wie stark hängt die Aussage der Studie von der Auswahl der befragten Unternehmen ab? Diese Unterscheidung finde ich beim Thema dieses Beitrags besonders wichtig.
Für mich liegt der Schwerpunkt hier: Ich würde die Ergebnisse zunächst auf die untersuchte Gruppe beziehen. Unternehmensgröße, Branche und Region können bei einer Übertragung auf den eigenen Betrieb viel ausmachen.
Guter Punkt. Ich würde zusätzlich fragen, was passieren soll, wenn sich die Voraussetzungen während des Betriebs ändern. Meine Ausgangsfrage bleibt: Wie stark hängt die Aussage der Studie von der Auswahl der befragten Unternehmen ab?
Wo würdet ihr bei Unterschied zwischen Befund und Handlungsempfehlung anfangen, wenn mehrere Fachbereiche unterschiedliche Prioritäten haben?
Mein Vorschlag wäre, zuerst die betroffene Entscheidung und deren Auswirkungen klären, bevor gemeinsame Kriterien festgelegt werden. Anschließend sollte klar sein, wer die Wirkung prüft und wann erneut entschieden wird. Bei Unterschied zwischen Befund und Handlungsempfehlung sollte die Prüfung aus meiner Sicht auf den im Beitrag beschriebenen Zusammenhang begrenzt werden.
Wie könnte bei Auswahl und Größe der Stichprobe eine Rückmeldung aus der operativen Umsetzung in die Steuerung einfließen?
Ein kurzer Austausch über konkrete Schwierigkeiten wäre aus meiner Sicht hilfreicher als eine reine Fortschrittsabfrage. Aus der Rückmeldung sollte eine benannte Entscheidung oder Maßnahme entstehen. Für Auswahl und Größe der Stichprobe würde ich den ersten Prüfschritt bewusst klein halten.
Für eine nachvollziehbare und im Alltag tragfähige Umsetzung braucht es aus meiner Sicht keine Vielzahl neuer Kennzahlen. Zwei oder drei klar interpretierbare Signale wären oft hilfreicher.
Für eine nachvollziehbare und im Alltag tragfähige Umsetzung sollte auch feststehen, welche Annahmen der Bewertung zugrunde liegen. Sonst wird ein Status leicht länger fortgeschrieben als sinnvoll.