

Das Marktforschungsunternehmen IDC befragte im Rahmer seiner "Managing Mobile Enterprises – Unternehmen im Spannungsfeld von Mobilität, Collaboration und Consumerization (ByoD) in Deutschland" Studie im September 2012 IT-Entscheider und Business-Verantwortliche aus 288 deutschen Unternehmen
Die wichtigsten Erkentnisse dieser Untersuchung unter Betrieben mit mehr als 100 Angestellten sind:
Für die Verwaltung der mobilen Infrastruktur existieren im Markt zahlreiche Mobile Device Management-Lösungen. Anfangs dienten diese nur der Verwaltung des Geräteparks, mittlerweile sind sie jedoch mit zusätzlichen Funktionen, wie etwa IT-Sicherheitslösungen oder Unternehmens-App-Stores, ausgestattet.
Die Erhöhung der IT-Sicherheit ist mit 56 Prozent das häufigste von den befragten IT-Entscheidern genannte Motiv für den Einsatz eines Mobile Device Managements. Die automatische Registrierung aller Systeme bzw. Endgeräte im Netzwerk (32 Prozent), der Remote-Zugriff auf Geräte (30 Prozent) sowie die technische Trennung privater und geschäftlicher Anwendungen (29 Prozent) sind deshalb verstärkt genutzte Funktionen in den befragten Unternehmen.
Die Erhöhung der Flexibilität der Nutzer ist für gut die Hälfte der Firmen von großer Bedeutung. Gerade eine heterogene IT-Landschaft lässt sich mit entsprechenden Tools effizienter und benutzerfreundlicher verwalten, sodass die Anwender idealerweise geräte- und plattformunabhängig sind – dies fördert die Flexibilität nicht nur bei der Gerätebeschaffung, sondern auch bei der Bereitstellung von Applikationen. Wenngleich noch nicht alle Unternehmen bereits eine zentrale Mobility-Strategie implementiert haben, so zeigt sich doch: Die Unternehmen haben den Bedarf, mobile Mitarbeiter stärker zu unterstützen, erkannt. Dazu gehört etwa die Bereitstellung verschiedener mobiler Endgeräte und Anwendungen oder die Unterstützung von BYOD. Zur Verwaltung einer heterogenen Geräte-Landschaft und Gewährleistung der IT-Sicherheit benötigen die Unternehmen Tools und Services, wie etwa Mobile Device Management. Trotz eines weiterhin hohen Kostendrucks seitens der IT-Abteilungen und der angespannten wirtschaftlichen Situation, hat ein Großteil der Unternehmen vor, die Budgets zur Unterstützung des Mobile Enterprise zu erhöhen oder erstmalig zu investieren. Die Aussichten für Anbieter aus allen IT-Bereichen – Software, Hardware und Services – sind aus Sicht von IDC daher vielversprechend.
Die vollständige IDC-Studie finden Sie hier.
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Kommentare 19
Der Beitrag trifft einen wichtigen Punkt. Mich würde interessieren, woran sich der praktische Nutzen des beschriebenen Vorgehens zuerst erkennen lässt. Welche Mindestinformation sollte dafür immer vorliegen?
Ein kleiner Pilot erscheint mir sinnvoll. Wichtig wäre nur, vorher festzulegen, welches Ergebnis als Verbesserung gilt und wer es beurteilt.
Den Pilotgedanken finde ich gut. Ergänzen würde ich eine klare Schwelle: Ab wann führt das Ergebnis zu einer Entscheidung und wann bleibt es nur eine Beobachtung?
Beides gehört zusammen: ein überschaubarer Einstieg und eine klare Konsequenz bei Abweichungen. Ohne diese Konsequenz bleibt auch eine gute Kennzahl letztlich informativ statt steuernd.
Gerade der feste Termin zur erneuten Bewertung ist wichtig. Andernfalls wird aus einer vorläufigen Annahme schnell ein dauerhafter Status.
Ein hilfreicher Einstieg in das Thema. Welche Annahmen sollte man prüfen, bevor man solche Ergebnisse auf die eigene Organisation überträgt?
Die Ausgangslage und die untersuchte Gruppe sind entscheidend. Ich würde zunächst vergleichen, ob die Rahmenbedingungen wirklich ähnlich sind.
Wie würdet ihr bei Unterschied zwischen Befund und Handlungsempfehlung die wichtigsten Abhängigkeiten für die Umsetzung sichtbar machen?
Ich würde zunächst die wenigen Abhängigkeiten erfassen, deren Ausfall oder Verzögerung das Ergebnis tatsächlich gefährdet. Die Liste sollte eine Entscheidung ermöglichen und regelmäßig überprüft werden. Für Unterschied zwischen Befund und Handlungsempfehlung würde ich den ersten Prüfschritt bewusst klein halten.
Ist der berichtete Trend schon ein gutes Argument für eine eigene Investition? Ich würde das am konkreten Anwendungsfall dieses Artikels festmachen.
Ich sehe darin vor allem eine Gestaltungsfrage. Als Anlass für eine Prüfung ja. Die eigene Entscheidung würde ich zusätzlich von Kosten, Risiken und einem konkreten Bedarf abhängig machen.
Wird hier die tatsächliche Nutzung gemessen oder eher die Absicht, etwas künftig einzuführen?
Das wäre für mich ein wesentlicher Unterschied: Eine Erwartung ist noch kein Nachweis für eine erfolgreiche Umsetzung.
Wo würdet ihr bei Übertragbarkeit auf die eigene Organisation anfangen, wenn die Zuständigkeit beim Übergang in den Betrieb unklar bleibt?
Mein Vorschlag wäre, die Übergabe erst mit benanntem Verantwortlichen und nachvollziehbaren Abnahmekriterien abschließen. Anschließend sollte klar sein, wer die Wirkung prüft und wann erneut entschieden wird. Bei Übertragbarkeit auf die eigene Organisation sollte die Prüfung aus meiner Sicht auf den im Beitrag beschriebenen Zusammenhang begrenzt werden.
Wie stark hängt die Aussage der Studie von der Auswahl der befragten Unternehmen ab? Das bezieht sich für mich auf den hier beschriebenen Ansatz.
Mein Vorschlag wäre: Ich würde die Ergebnisse zunächst auf die untersuchte Gruppe beziehen. Unternehmensgröße, Branche und Region können bei einer Übertragung auf den eigenen Betrieb viel ausmachen.
Ich sehe den größten Nutzen in eine nachvollziehbare und im Alltag tragfähige Umsetzung. Das sollte sich mit wenigen verständlichen Kennzahlen und konkreten Beispielen prüfen lassen.
Ich würde eine nachvollziehbare und im Alltag tragfähige Umsetzung zunächst an einem kritischen, aber überschaubaren Fall testen. Dann lassen sich Aufwand und Nutzen vernünftig vergleichen.